Wie lange soll man schlafen

 Wie lange soll man schlafen?

Gibt es die eine magische Antwort auf die Frage danach, wie viel Schlaf ein Mensch braucht oder wie lange man schlafen soll? Sind wir nicht alle viel zu unterschiedlich in unseren Gewohnheiten und Bedürfnissen? Ja und nein ist hier die klare Antwort. Denn natürlich ist es so, dass es Menschen gibt, die scheinbar mit wenig Schlaf auskommen oder solche, die überdurchschnittlich viel Schlaf brauchen. Auch hängt der Schlafbedarf natürlich vom Alter ab. Je älter ein Mensch wird, desto weniger Schlaf braucht er. Und doch liefert eine amerikanische Studie nun neue Erkenntnisse.

Optimale Schlafdauer in Studie ermittelt

Die Universität von Kalifornien mit Sitz in San Diego hat sechs Jahre lang geforscht und eine Million Menschen in die Studie eingebunden. Die Ergebnisse sind eindeutig: Sieben Stunden Schlaf pro Nacht scheint demnach die optimale Schlafdauer für Erwachsene zwischen 18 und 64 zu sein. Die Probanden, die zwischen sieben und acht Stunden schliefen, konnten ihre kognitiven Fähigkeiten verbessern, also besser lernen und sich orientieren. Auch ihre Wahrnehmung und Kreativität wurde gesteigert. All diese Faktoren verschlechterten sich bei weniger Schlaf – aber auch bei zu viel Schlaf. Tatsächlich steigt mit einer längeren Schlafdauer das Krankheitsrisiko für Diabetes und Übergewicht. Zu wenig Schlaf hat jedoch noch weit dramatischere Folgen für den gesamten Organismus. Wer auf Dauer ignoriert, welchen Schlafbedarf der Körper hat, wird früher oder später gravierende Symptome an sich feststellen. So mindert zu wenig Schlaf etwa die Hirnkapazität, man kann sich tagsüber nur noch sehr schwer konzentrieren. Es nimmt Einfluss auf den Blutzucker und lässt auch den Blutdruck in die Höhe schießen. Ganz zu schweigen von optischen Veränderungen wie etwa einer unreinen und fahlen Haut.

Welche Rolle spielt das Alter?

Die Schlafdauer abhängig vom Alter

Natürlich hängt das Schlafbedürfnis jedoch auch, wie schon erwähnt, vom Alter ab. Brauchen Säuglinge noch 14 – 17 Stunden Schlaf am Tag, so sind es bei Kindern zwischen 6 und 17 nur noch 8 – 11 Stunden. Im Erwachsenenalter liegt der durchschnittliche Schlafbedarf bei 7 Stunden. Erst ab einem Alter von 65 Jahren ist so, dass Sie sich auch nach 5 – 6 Stunden Schlaf völlig ausgeruht fühlen – dies kann jedoch auch im Zusammenhang damit zu sehen sein, dass man sich als älterer Mensch tagsüber kleine Nickerchen auf dem Sofa oder im TV-Sessel gestattet, wenn die Zeit es zulässt.

Für Schulkinder ist es besonders wichtig, die Schlafdauer einzuhalten. Denn im Schlaf arbeitet das Gehirn an seiner Gedächtnisbildung und speichert Gelerntes ab. Das, was man tagsüber erlernt und erlebt hat, wird ins Langzeitgedächtnis gespeichert. Die Lern- und Merkfähigkeit wird also durch einen guten Schlaf deutlich verbessert. Im Teenie-Alter kommt dazu, dass der Körper einiges zu tun hat, um den Hormonhaushalt zu regulieren. Denn bei allen Menschen sind im Schlaf die verschiedenen Hormone schwer aktiv: Der Pegel des Stresshormons Kortisol sinkt und die Wachstumshormone machen sich daran, Körperzellen zu regenerieren und Gewebe zu reparieren. Das Knochenwachstum wird geregelt und der Muskelaufbau angeregt. Im Schlaf werden außerdem natürliche Abwehrzellen ausgebildet, die das Immunsystem stärken.

Wie lange soll man schlafen – Ihre individuelle Schlafdauer?

Vielleicht wissen Sie, wie viel Schlaf Sie brauchen, um sich fit und ausgeruht zu fühlen. Vielleicht wissen Sie auch, ob Sie eher zu Team Eule oder Team Lerche gehören. Wenn Sie aber das Gefühl haben, sie wissen nicht so recht was Ihnen gut tut, dann gibt es einen einfachen Test. Diesen können Sie selbst zuhause machen, um das herauszufinden. Am besten, Sie starten das Ganze im Urlaub. Damit haben Sie wirklich die Ruhe, sich ohne Termindruck und ohne Wecker ganz auf die Bedürfnisse ihres Körpers einzulassen. Gehen Sie 3 Tage hintereinander ins Bett, wenn Sie müde sind. Im Idealfall verzichten Sie an diesen Abenden auf Alkohol und Nikotin, um die Ergebnisse nicht zu verfälschen. Dann schlafen Sie einfach so lange, bis sie von selbst und ausgeruht aufwachen. Zählen Sie die Schlafstunden aller drei Nächte zusammen und teilen Sie sie wiederum durch 3, um einen Mittelwert zu erhalten. Dieser Wert ist Ihre optimale Schlafdauer durch die Sie Nun wissen, wie lange Sie schlafen sollten.

Wenn Sie dann zusätzlich zu Ihrer optimalen Stundenzahl noch auf eine möglichst schöne Schlafumgebung achten, in der Sie sich wohlfühlen und die Ihnen Ruhe und Entspannung schenkt, steht einer hohen Schlafqualität nichts mehr im Wege.